Enguri Brücke, am 25. August 2012
Enguri Brücke, am 25. August 2012

Die Brücke über den Enguri ist der bekannteste Übergang zwischen Georgien und der abtrünnigen Republik Abchasien. Sie ist nach dem 2. Weltkrieg durch deutsche Kriegsgefangene gebaut worden. Deswegen sei sie so stabil. Den Deutschen, die beim Brückenbau ihr Leben ließen, widmete man ein Denkmal neben der Burg von Rukhi, kurz vor der Brücke.

Die Brücke selbst ist nicht sehenswert. Tag für Tag benutzen sie vielen Menschen um zwischen beiden Seiten der Grenze hin- und herzufahren. Es sind wohl meist Georgier, die in der abchasischen Gali-Region leben, die die Brücke benutzen, um im nahegelegenen Zugdidi auf dem Markt einzukaufen. Die Produkte, von Hühnern bis Gasherd, bringen sie dann nach Abchasien. Die Produkte können wohl nach einer „Gebühr“, zu entrichten auf abchasischer Seite, eingeführt werden. Offiziell erlaubt ist der Warenhandel wohl nicht, aber alle sind dabei.

Wir sind mit einem Taxi von Zugdidi zur Brücke gefahren. Wir hielten bei freundlichen georgischen Polizisten, die uns die Lage erklärten; freundliche georgische Soldaten löschten unerlaubte Bilder von Militäreinrichtungen auf meiner Kamera und – von außen betrachtet – sah der Personenverkehr an der Brücke aus wie ein Sonntagsspaziergang von der einen zur anderen Seite. Für meine georgische Kollegin war es aber nicht einfach: wann wird sie je ganz über die Brücke gehen können? Diese vordergründige Ruhe, eine Ruhe, die kaum mit den Ereignissen der Vergangenheit zusammzubringen ist, wiegt hier sehr schwer.

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2 Gedanken zu “Es scheint ruhig auf der Enguri Brücke

  1. Hmm, interessant, aber unsere Gruppe hat von freundlichen georgischen Soldaten ein Erlaubniss bekommen, Sadakhlo Market und die Grenze zu fotografieren)

  2. Stephane Voell,
    die anderen Brücken in der Region sind wohl alle schon wieder zusammengefallen, alldieweil
    sie nicht von deutschen Kriegsgefangenen errichtet wurden?? Wenn sie zusammengefallen wäre hätte das üble Konsequenzen für die Kameraden da gehabt..Sie wussten schon warum und nichts anderes ist hier Fakt und nicht die Nationalität der Eroberer..

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